CE - jaja..kenn ich....

So nicht !!!!

Jedes Produkt was innerhalb der EU in Verkehr gebracht wird muss
eine CE - Kennzeichnung haben. Produktbedingt, weil z.b. das anbringen des Aufklebers aus Platzgründen
nicht möglich ist , darf die Kennzeichnung auch im Manual sein.

Zu Prüfen sind je nach Geräteart verschiedene Richtlinien / Normen, z.b. Kleinspannungsrichtlinien bei
mit 230V AC ( Netzspannung ) betriebenen Geräten.

ALLE von mir verwendeten Gerät haben eine solche Überprüfung / Messung bei Erstanschaffung bzw.
stichprobenartig hinter sich.
Dazu wurden eine Hameg-Netznachbildung samt Schutzleiternachbildung sowie ein
Spectrum-Analyser angeschafft. ( Gesamtwert ca. 4000 Euro ).
Damit können Netzgebundenene Störungen und Strahlungsaussendum nachgewiesen werden.

Das grösste Übel sind in der Regel Schaltnetzteile.
Da ich versuche grundsätzlich Treiber für DC Spannung 5-12V zu verwenden kann diesem Problem
aus dem Weg gegangen werden da bei Verwendung von Schaltnetzteile namenhafter Hersteller
keine Störungen zu befürchten sind.

Etliche "Laserklassiker" mit 220V Schaltnetzteilen wie z.b. Dreamlaser, Lasercentury und Co
versagten erbärmlich. Auch die von CNI bei den OEM Treibern mitgelieferten "Notebook-Schaltnetzteile"
mit Hohlstecker sind schwer schönzureden..trotz CE Aufkleber der in vielen Fällen wohl eher für
"Chinese Engineering" steht.

Das alles führt natürlich dazu. das es schwer ist Konforme Geräte für 99,95 Euro anzubieten....

Die Dokumentationen werden derzeit überarbeitet, in vielen fehlt noch die Konformitätserklärung.
Der saubere Grundstein dafür ist aber gelegt.

Bei Verwendung unbekannter Komponenten kann die Verwendung eines Netzfilters ( Pi-Filter )
abhilfe schaffen wenn Probleme auftreten.

Ein kleiner Irglaube: “CE+CE=CE”
Verwende ich zum Bau eines Projektors ausschliesslich Komponenten mit CE-Kennzeichnung heisst das noch
nicht das auch das Fertiggerät den CE-Richtlinien entspricht.
Richtig ist aber das jeder Hersteller oder Importeur eine CE-Konformitätserklärung für seine Geräte verfassen
darf. Nachgemessen oder auf Verlass der Herstellerangaben.
Tatsache ist aber das nur die wenigsten Firmen die Möglichkeit haben die Konformität selber zu überprüfen.
Messungen “ausser Haus” sind oft teuer und aufwendig.


TÜV - sicherer Projektor ??

Da wird viel disktuiert. Aus der Praxis weiss ich das es trotz klaren Regelungen ( Din 56912, BG-Vorschriften )
sehr viel von der "Tageslaune" des Prüfers abhängt. Von "Hauptsache ich kann eine Rechnung schreiben.." über
"Er gab sich Mühe..." bis " Da finden wir noch was...." war alles vertreten.

Die Krönung war eine TÜV-Abnahme auf einer Messe wo der Prüfer sogar in der Lage war die Prüfung aus
über 600km Entfernung zu erledigen...

Ich denke wenn man sich beim Eigenbaut an die wensentlichen Vorschriften hält wie

- Elektrisch sicherer Aufbau, keine gelöteten 220V Verbindungen etc.
- Not-Aus, Schlüsselschalter, Scannersafety
- ein nicht ohne Werkzeug zu öffnender Projektor ohne Streulicht
- bei Traversenmontage zusätzliches Fangseil

dann ist man auf einem guten Weg.